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Der erste Schnee

Die Blätter sind fast alle gefallen und heute kam der erste Schnee. Alles etwas früher als in good old Germany. Leise und beständig fällt er, eigentlich schön. Man kann ihn hier eher genießen, denn durch die durchschnittlich kälteren Temperaturen führt er nicht nur zu Verkehrsproblemen sondern ist ein Bestandteil des Lebens im Winter. Winterreifen mit Metallspikes sind hier übrigens von Dezember bis März Pflicht, was ich nach einem Winter hier auch verstehen kann. Es macht zwar die Straßen kaputt, wenn kein Schnee liegt, aber es fährt sich um einiges sicherer. Aber soweit sind wir jetzt noch nicht. mal sehen, ob ich noch eine schöne Schneezeit bis Ende des Jahres mitbekomme. Der letzte Dezember war ja leider ziemlich verregnet und für die Verhältnisse ziemlich warm. Mit Schnee ist die Dunkelheit deutlich besser zu ertragen.
3.11.07 09:18


Auto registrieren lassen in Estland

TÜV und Ummelden. Das ist eigentlich ähnlich wie bei uns. Eigentlich. Hehe, tja, das hab ich heute versucht. Es gibt ne tolle Internetseite, wo es sogar die wichtigsten Sachen auf Englisch gibt: www.ark.ee. Ist auch vernünftig aufgelistet, was man mitbringen muss und wieviel es kostet. Nur die Öffnungszeiten fehlen (Di-Fr 9-18, Sa 9-15 glaub ich). Sehr praktisch. Neuanmeldung und Nummernschilder kosten 1000eek + 600 eek. Und die Versicherungen sitzen dann in der ersten Etage hatte mir jemand erzählt. Ich also mit den üblichen Unterlagen dahin (Tartu, Sepa 23) und wie bei uns recht lange Schlangen, aber alles wartet geduldig, kein Gemotze oder dumpfe Stimmung wie ich das bei uns kenne. Tja, da waren sie wieder meine drei Probleme. Welchen Knopf für die Warteschlangen sollte ich drücken? Leider gibts hier nur estnische Beschriftungen und die Information war nicht besetzt. Ich dann zu einem freien Schalter und einfach gefragt. Leider konnte die Dame kein Englisch und die Kollegin auch nicht, aber etwas deutsch. Leider nicht ausreichend um mich zu verstehen. Da wurde dann kurzerhand ein Kollege aus dem Hintergrund geholt und dann gings schnell. Wars der Chef? Also merken: 3. Knopf von oben: Ist schon komisch, ist fast überall der dritte Knopf, hmm. Nein, nicht wundern, Nummer ziehen und dann warten. Zum Glück hat er mich dann noch gefragt, ob ich den Wagen zum ersten Mal anmelde und hat mich dann erst mal zur pre- registration geschickt, was auch immer das auf estnisch war. Ich hielt das für den Tüv Ersatz, ist aber eher eine grobe Überprüfung, ob der Wagen auch der in den Papieren ist und ein Blickin die Motorhaube, Rostschäden an Türen und Fahrgestellnummernüberprüfung. Ich also einmal ums Gebäude rum gefahren und ähm, ja, was nun, da war ein großes Tor, vor dem schon ein Wagen wartete, ich mich also angestellt und es war das Richtige. Nach 10 min wurden wir beide reingewunken und die kurze Inspektion fand statt. Man denke bei den Papieren dabei, dass man auch den estnischen Ausweis mitnimmt, den Deutschen wollte er nicht wirklich sehen. Die Kontrolle war flott, aber dann wartete ich doch noch einige Zeit, bis sie mir dann mitteilten, dass ich mein Auto heute wahrscheinlich nicht registrieren lassen könnte. Das Problem war, das mein kleiner Citroen Saxo als Wagentyp noch nicht in ihrer Datenbank vorhanden war und die Infos nach Tallinn geschickt werden müssen (online) und dass Eintragen dauert bis zu 5 Tage. Etwas ähnliches hatte ich schon mal von einem Motorad von einem Deutschen gehört. Was solls, ist nicht zu ändern. Meine Testbescheinigung hab ich jetzt also schon und auch eine Telefonnummer, wo ich noch mal nachfragen kann und dann kann ich mich ja nochmal da melden in ein paar Tagen. So freundlich kann man die Leute in Deutschland auch erleben, muss aber nicht sein. Hier hab ich bisher immer nur sehr gute Erfahrungen gemacht.
10.7.07 15:17


Esten sind spontan

Und das kann ich nur unterstreichen. Planungen für Freizeit eine Woche im voraus? Nahezu unmöglich. Wenn etwas ansteht, dann kann man sie zwar eine Woche vorher einladen, aber wenn man sie nicht am Tag der Verastaltung noch mal daran erinnert, kann es sein, das man den Spieleabend alleine verbringt. So sind sie eben. Und das nicht nur im privaten Umfeld auch bei der Arbeit. Alles ganz kurzfritstig und spontan, so ist das hier halt. Da habe ich so meine Probleme mit. Was für mich last minute Aktionen und Stress sind, ist für die ganz normaler Alltag. Umdisponieren, wichtige Informationen erst im allerletzten Augenblick oder gar nicht, ganz normal. Stress habe nur ich dabei. Leider kommt das nicht gut, wenn ich deswegen Deadlines verpasse oder meine Unterlagen nicht in Ordnung sind oder was auch immer. Oder stört das wieder nur mich? Woher soll ich denn bitte schön die Informationen nehmen, wenn ich nicht mal weiß, dass was fehlt? Sobald ich auch nur ahne, dass irgendwas ansteht, frage ich mittlerweile mehrere Leute was wie wo. Und auch das hilft nicht. Meine Kollegen wissen auch nicht alles oder denken nicht an alles, ist ja auch normal. Ist ja auch nicht ihr Job für mich mitzudenken. Mein Betreuer verweist meist auf andere (na super!) oder gibt pauschale Antworten, und im Dekanat kann keiner Englisch. Und viele Informationen liegen nun mal nicht in Englsich vor (Webseite der Uni, Formulare), da hat man als Ausländer auch mit besten Absichten kaum eine Chance. Scheint hier auch fast keinen zu interessieren, dabei will die Universität internationale Doktoranden. Sie haben aber meiner Ansicht nach so momentan keine große Chance. Aber sie scheinen es nicht einmal zu bemerken, das andere Europäer mit diesem (scheinbar) planlosen vor sich Hinarbeiten nicht zurechtkommen. Von ähnliche Erfahrungen haben mir schon einige Bekannte erzählt.

Fazit des Tages: Esten sind sehr spontan und phlegmatisch

28.6.07 12:48


Aufgeben oder nicht?

Tja, wie Ria´s Klospruch so schön sagt:

Die meisten scheitern nicht, sie geben auf.

Es sind soo viele Dinge, die hier nicht laufen oder besch... sind, dass ich kurz davor bin alles hinzuschmeißen und ne schöne Dr. Arbeit in Deutschland anzufangen. Hab auch schon einige interessante Gesuche gefunden. Klar, es gibt immer Probleme und die werd ich in Deutschland auch haben, aber einige Sachen werde ich hier nie ändern können und wenn ich hierbleiben sollte passe ich mich entweder an oder ändere meine Sichtweise wie Kostja mir heute sehr lieb erklärt hat bei dem Versuch mich aufzumuntern oder ich gehe am besten so schnell wie möglich. Denn hierbleiben ohne was zu ändern wäre zwar kein Selbstmord oder würde doch zumindest an Masochismus grenzen. Auch wenn ein paar wenige Esten jetzt nach einem dreiviertel Jahr auftauen, im großen und ganzen bin ich doch allein. Sie reden nicht viel und wenn in estnisch. Da bin ich dann auch in der Gruppe allein und es verletzt einen immer wieder aufs Neue, wenn die nach ein paar Sätzen in englisch dann wieder ins estnische wechseln und es gar nicht merken, dass sie einen ausgrenzen. Sie bemerken es nicht einmal, das hat mich am Anfang wütend gemacht, später sauer, dann traurig und dann hab ich resigniert, denn es kann doch wohl nicht angehen, dass man sie immer wieder darauf hinweisen muss: Hallo, hier ist jemand, der spricht kein estnisch, könntet ihr bitte auf englisch reden. Das ist auch ein Grund warum Pavlos gegangen ist und für ihn als Griechen muss das noch härter gewesen sein. Man kommt sich wie ein Verdurstender in der Wüste vor, wo neben einem die Leute aus vollen Wasserflaschen trinken und für jeden Tropfen muss man einzeln fragen, weil die anderen gar nicht merken, dass man auch Durst haben könnte. Phlegmatisch und unsensibel.  Es ist ja auch normal, dass man depressiv ist, das kommt hier häufig vor. Klasse, das hat mir noch gefehlt. Das einzige wäre jetzt ein guter Estnisch Crash Kurs und dann immer noch gute Nerven, denn selbst dann muss man immer noch um jede Unterhaltung kämpfen. Und der Winter bzw. der nicht kommende Frühling wird mir sehr hart zusetzen, da muss ich höllisch aufpassen, dass ich nicht wieder depressiv werde. Und Freunde finden ist hier echt eine Herausforderung.

Auf der anderen Seite, wenn ich dass hier durchstehe und noch eine ganz brauchbare Arbeit abliefere, dann werd ich wohl mit allem fertig.

Wenn?

Das ist die große Frage.

Die Arbeitsgruppe ist nicht organisiert, hat kein Ziel, Teamarbeit ist hier ein Fremdwort, selbst miteinander reden ist schon eine Besonderheit. Jede kleinste Unterhaltung ist kostbar. Echt nicht zu glauben, aber wahr. Klar auf konkrete Fragen gibts konkrete Antworten, aber keine Info mehr. Kein Gespräch von sich aus. Die freuen sich sogar, wenn man ihnen Löcher in den Bauch fragt. Wenn ich wieder nach Deutschland komme muss ich wieder total umdenken, um den Leuten nicht auf den Wecker zu fallen.

Da hatte ich mich jetzt schon damit abgefunden hier meine Zelte abzubrechen, da kommen doch wahrhaftig von mehreren Seiten ein paar Esten aus ihren Löchern. Da soll einer durchblicken.

Aber auch die Bürokratie ist hier sehr eigenartig, denn wo wird denn der Samstag als Urlaubstag gerechnet, obwohl er nicht als Arbeitstag gezählt wird. Ok, andere Länder andere Sitten. Aber ich hab keine Einarbeitung bekommen und es gibt auch keine kompetenten Ansprechpartner bei organisatorischen Problemen, wenn mal wieder nichts auf englisch zu finden ist und es meinem lieben Betreuer egal zu sein scheint, Hauptsache es läuft irgendwie. Es ist zum kotzen, wenn ich da an meinen letzen Job denke, da hatte ich auch alle Hände voll zu tun, um die 350 Studenten unter einen Hut zu bekommen, aber ich wusste nachher, wie man sich organisiert und das kann Jaak definitiv nicht, selbst delegieren kriegt er nicht hin. Manchmal bin ich kurz davor ihm einen Chrashkurs im organisiert arbeiten zu geben, in seiner Firma muss es ähnlich laufen, halt so graaade noch alles irgendwie schaffen. Das frustriert da auch so einige. Das müsste doch alles nicht sein. Oder die Filmaktion gestern, hätte mich und die anderen schon vorher interessiert, dass eine Filmcrew ins Büro kommt. Alles ist so improvisiert und kurzfirstig und unsicher. Das artet in Hektik aus und ich fühl mich momentan hier überhaupt nicht wohl. So, das reicht für heute.

21.6.07 18:33


Der Sommer ist da

Jetzt ist auch hier alles grün und blüht. Vor 10 Tage blühte hier der Löwenzahn und jetzt sind die Pusteblumen schon fast wieder weg. Der Frühling ging in rasanter Zeit durch, wir haben ja auch nur 3 Monate auf ihn gewartet, wo alles grau war und nix passierte. Anfang Mai gabs den letzten Schnee und alles war noch kahl. Kein wunder, das man da deprimiert wird. Jetzt hab ich wieder gute Laune und tu mein Bestes hier. Kann aber auch daran liegen, dass ich ne Woche in Berlin war und unser Team der Tanzmaus gewonnen hat, den Wanderpokal des ETDS. Näheres siehe Tanzblog. Das gibt natürlich ungemeinen Auftrieb. Seit nunmehr 5 Tage scheint Estland vergessen zu haben, dass es so weit nördlich liegt und wir haben traumhaftes Wetter und heute solls bis 28 Grad werden. Ich werde es genießen, am WE nach Saarema fahren und nächste Woche 2 Vorträge halten. Alles wird gut. Irgendwie, irgendwann und irgendwo. Der Tanzmaus werde ich natürlich in Dortmund im Oktober mit verteidigen, aber ob ich dann noch länger für Tartu Teamcaptain bin, weiß ich nicht. Ich guck mich parallel nach anderen Möglichkeiten um. Ich will nicht nach den 4 Jahren ne depressive Macke haben, das ist mir keine Doktorarbeit wert. Und ob Sonnenbank und Lichttherapie helfen, weiß ich auch erst hinterher.

Eigentlich wollt ich heute ne Liedpassage aufschreiben, den ich im Friedrichstadtpalast aufgefangen hab und besonders schön find:

Ich such den Teil von mir der fehlt und er für keinen andren zählt,

ich such den Stein im Mosaik, der Sinn bringt in das Chaos. 

6.6.07 08:32


An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser

Dieser Satz stammt von Charly Chaplin und ist nur zu wahr. Momentan zweifle ich stark an meiner Arbeit hier in Tartu, da die Betreuung sagen wir mal minimal ist und die Mentalität der Esten mich noch zur Verzweiflung treibt. Da hat man als einzige Biologin unter Informatikern nicht wirklich die Chance in die Bioinformatik einzusteigen, wenn jeder für sich werkelt.

Mal sehen, wohin das noch führt. 

3.5.07 15:28


Nach langer Pause

Da bin ich mal wieder. Meinen Tanzblog habe ich fleißig weitergeführt, aber für den hier blieb keine Zeit. Da werd ich wohl hoffentlich nach und nach die Lücke füllen, soweit das im Nachhinein geht.

Ich fang einfach mal mit dem Umzug an. Nachdem meine Autobatterie den Geist aufgegeben hatte und ich es bis zum Umzug (Anfang März) leider nicht geschafft hab ne neue zu kaufen und nach Raatuse zu schaffen habe ich Fred um Hilfe gebeten. Der hatte auch Zeit und ich bin dann in zwei Etappen mit seinem Kombi umgezogen. Enzo und Kristine habe fleißig geholfen (danke noch mal). War doch ziemlich viel Kram. Tja, jetzt wohn ich schon einen ganzen Monat in meiner eingenen Bude. Ist ein wunderschönes, 45m3 großes, recht neues vollmöbliertes Appartment im Stadtteil Karlova. Bis zur Arbeit sinds 25 Minuten und fürs Joggen muss ich mir noch ne neue Strecke suchen, die alten sind zu weit weg. Sehr schade. Schon nach 3 Tagen hatte ich alles eingeräumt und fühlte mich pudelwohl. Die Hinterlassenschaften der Vormieter sind jetzt fast alle beseitigt. Die Dusche muss noch gemacht werden, da platzen die Kacheln am Boden ab, war wohl schlechte Arbeit, denn das Haus ist erst 4 Jahre. Und die Riesenpflanze im Wohnzimmer wird wohl auch demnächst abgeholt, dann kann ich mir nen Arbeitsplatz da einrichten. Und noch ein Bücherregal oder zwei. Aber erst, wenn die restlichen Sachen aus Aachen da sind.

Wie die Vormieter die Waschmaschine benutzen konnten ist mir ein Rätsel. So verschimmelt und versifft wie die war haben die bestimmt nie irgendwas saubergemacht, richtig eklig. Nach ettlichen Stunden schrubben gings dann nach und nach. Die Dunstabzugshaube  konnte man auch nicht nutzen, da der Filter nach altem Fett und Zigaretten roch, sobald man ihn anmachte. Dabei ist Rauchverbot und sie hätten alles saubermachen sollen.  Und noch einige Kleinigkeiten. Ich bin versucht bei meinem Auszug auch nichts zu machen... Das ganze hat mich einige Stunden Putzen gekostet.

Meine restlichen Sachen werden wohl in zwei Wochen von Deutschland nachkommen. Habe heute erfahren, dass sie schon übermorgen in Aachen abgeholt werden. Da muss ich schleunigst die ehemaligen Kollegen vorwarnen. Heute ist Ostermontag und sowieso keiner zu erreichen. Grundsätzlich hab ich Gudrun schon geschrieben, dass die Sachen abgeholt werden, aber der Plan sah nächste Woche vor und da sie noch nicht geantwortet hat vermute ich sie ist in Urlaub. Es geht doch nichts über die Spontanität der Esten. Zumindest krieg ich das ganze jetzt relativ günstig halbprivat und muss mich nur noch drum kümmern, dass ein paar zusätzliche Sachen morgen von Freunden zu meiner ehemaligen Arbeit gebracht werden. Mal sehen ob das klappt. Und bei Lieferung bin ich in Russland. 4 Tage Rundtour Pechory, Izborsk, Pskov, Novgorod und St. Petersburg mit dem Bernsteinzimmer. Und wenn ich Sonntag nacht wiederkomme steht meine Wohnung hoffentlich voll mit all meinen Sachen.

Der Tanzkurs läuft ganz gut und ich habe eine kleine Mannschaft für das ETDS in Berlin gefunden und ich werd mit denen noch ein paar Tage in Berlin dranhängen. Das wird lustig, denn die Hälfte kann englisch und keiner deutsch. Hoffentlich klappt die verlängerte Unterbringung bei den Berlinern. Ich werd bei Stephan unterkommen, für die Esten sind aber selbst günstige Hotel schon fast zu teuer. Einen zusätzlichen Trainingstag werd ich auch noch einlegen am 19. Mai. Da kann ich den Teilnehmern noch so einige Tipps geben, denn für die ist es das erste Uniturnier.

So, jetzt kümmer ich mich wieder um meine Papilloma Viren bzw. um deren Genome.

9.4.07 20:07


Schnee

Gestern hats den ganzen Tag geschneit und zwar heftig. Die 15 cm sind dann auch liegengeblieben, leider ist heute sehr viel wieder daon weggetaut. Und gerade gestern wollte ich mich um Winterreifen kümmern, aber wie in Deutschland sind die zu Winterbeginn heissbegehrt und nicht leicht zu kriegen. Mal sehen, ob das vor dem Wochenende noch was wird. Wir wollen nach Saarema fahren, das soll im Sommer herrlich sein. Mal sehen wie es im Herbst ist. Die Wetteraussichten mit kurz über 0°C sind ok.

Hab mir auch endlich ne Webcam zugelegt und jetzt kann mich die Reuterbande auch sehen, wenn ich mit ihnen skype. Hab mir die Philips SPC 600NC geholt, die ist auch für Unix tauglich. Da ich ja irgendwann auch Linux nutzen will sollte die Kamera das auch können. Sie kostet hier zwar einiges mehr als in Deutschland, aber mit Versand von dort würde es sich auch nicht lohnen und bis Weihnachten wollte ich nicht warten. 

Uli ist Freitag angekommen und jetzt kann ich endlich mal wieder so richtig tanzen. Wenn er sich denn mal von seiner Dissertation losreissen kann. Hut ab, heute warn es 13 Stunden, so lange halte ich nicht durch.

Er hat mir auch gleich ein paar neue Programme verpasst. Jetzt kann ich auch die Tanzmusik pitchen (Geschwindigkeit regeln). Das stört mich bei dem Training wo ich dienstags und donnerstags ab und an hingehe. Eigentlich für Anfänger jeweils von 19-21 Uhr in der Uus 54 in einer Schule, der Eingang ist hintenvom Schulhof aus; 100 Kr pro Monat.Die Musik des Ehepaar (Russe u. Estin) ist immer in Originalgeschwindigkeit und manchmal für ein "normales" Training schon ziemlich schnell. Aber auf Kassette kann man halt nicht pitchen und die Titel sind meistens ok. Ich hab gehört er spricht ein estnisches Russisch, aber das kann ich noch nicht beurteilen. Ich versteh nur Bahnhof, und zwar russischer Bahnhof.

Im Kurs waren zu Beginn des Semesters viele Ausstauschstudenten, die sind aber nach ein paar Mal wieder verschwunden, da der Unterricht in russisch und estnisch stattfindet. Dafür ist jetzt wieder viel Platz zum Tanzen da und ich mach Basics und ab und an kann ich dann jemandem was auf englisch erklären, wenn die Dozentin nicht weiterweis. Beide können leider kein bzw. fast kein Englisch. Mit ihr unterhalte ich mich dann auf Deutsch. Das alte Holzparkett in der Aula hat schon einiges hinter sich, aber ist allemal besser als PVC. Es hat so richtig Geschichte und umgezogen wird sich beim Treppenaufgang zur Bühne, da gibts ne Tür und nen halben Quadratmeter Platz, der nicht eingesehen werden kann. Klos hab ich noch nicht entdeckt, gibts in ner Schule aber bestimmt auch...

Ich habe heute mal nachgefragt, ob man hier Tanzschuhe kaufen kann und siehe da, es gibt wohl direkt hier in Tartu eine Adresse, wo maßgeschneiderte Tanzschuhe nur 500 Kr kosten sollen. Die genaue Adresse bekomme ich noch, aber das werd ich doch gleich mal ausprobieren. Dann kann ich nämlich mit schicken Schuhen zum Universitäsball am 1. Dezember gehen und nicht mit den Trainierschuhen. Meine anderen Tanzschuhe habe ich in einem der vielen Kartons in Aachen. Aber für ca. 33€ maßgeschneiderte Taqnzschuhe, da kann ich glaub ich nicht wiederstehen. Hoffentlich geht das noch bis Ende des Monats. Und einen Laden in Tallin in der Nähe des Olympik Hotels gibts auch, da sind die Preise aber wohl hoch, vermutlich wie bei uns.

Irgendwann komm ich auch noch mal nach Tallinn und dann schau ich mir das dann auch alles mal an.

Als ich gestern die Karten für den Universitätsball (zum Jahrestag) gekauft hab musste ich feststellen, dass ich die erste war. Aber der Vorverkauf hatte wohl auch erste Freitag angefangen. Ich war trotzdem erstaunt. Ich bin halt Aachen gewohnt, wo man sich schnell Karten sichern muss, damit man noch einen halbwegs guten Platz bekommt. Bin mal sehr gespannt, wie der Ball wird.

Das Konzert am Samstag mit den 5 Chören war klasse. Lag wohl auch mit an der Atmosphäre in der großen Halle des Hauptgebäudes mit den Säulen und Kronleuchtern. Ich hab zwar kein Wort verstanden, da alles in estnisch war, aber das machte nix. Die Esten können echt klasse singen. Priit und Kristine waren auch dabei und wie ich heute mitbekommen hab auch Meelis aus meiner Arbeitsgruppe. Da wir am Rand hinter den Säulen saßen hab ich ihn wohl übersehen, es waren aber auch große Chöre.

7.11.06 22:33


Fotos Ecuador

Habe gerade angefangen die Fotos und Videos von Ecuador zu sichten. Dabei musste ich feststellen, dass ich in den 3 Wochen sage und schreibe 4715 Dateien produziert habe bei ca. 23 GB. Das durchzugehen wird einige Zeit dauern. Da war ich mit den 2100 bei 2 Wochen Madagaskar ja noch harmlos. So nach und nach werd ich einige der Bilder dann auf den Fotoblogg packen, dann könnt ihr sie auch ansehen.
4.11.06 21:19


TV und Radio

Wie schön, es gibt hier keine Radio- und Fernsehgebühren, wird alles vom Staat finanziert. Daher gibts auch fast keine Werbung. Also müssen sich Austauschstudenten auch nicht um eine Befreiung von den Rundfunkgebühren wie bei uns bei der GEZ kümmern. Wie es mit deutschem Radio oder TV übers Internet aussieht, weiss ich leider nicht.
3.11.06 10:54


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